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Feuer und Rauch
   
 

Öffnungen für natürliches Tageslicht in Dachflächen sind vorteilhaft, da

  • das Zenitlicht dreimal heller als das Seitenlicht ist,
  • zur Erreichung einer bestimmten Horizontalbeleuchtungsstärke bei gleichen Abständen der Nutzebene zum Fenster und zum Oberlicht eine 5 ½ -mal so große Fensterfläche benötigt wird,
  • mit Deckenöffnungen Raumtiefen beleuchtet werden können, die vom Fensterlicht nicht erreicht werden,
  • vorhandene Verbauungen vor den Fenstern die einfallende Lichtmenge mindern können,
  • diese hochgelegenen Öffnungen neben der Funktion "Beleuchtung" auch für die energiesparende natürliche Entlüftung und den Rauchabzug Verwendung finden können.
   
  Leuchtdichteabfall

Der gleichmäßig bedeckte Himmel, die Basis für Tageslichtberechnungen, ist keineswegs gleichmäßig hell. Setzt man die Helligkeit im Zenit - also senkrecht über uns - zu 100 %, so sinkt dieser Wert immer tiefer, je mehr man zum Horizont heruntergeht. Am Horizont selbst erreicht der so gleichmäßig wirkende Himmel noch ganze 33 %, also 1/3 der Helligkeit vom Zenit. Diese Eigenschaft ist jahreszeitunabhängig. Grund hierfür ist der Leuchtdichteabfall, denn die rotationssymmetrische Leuchtdichteverteilung folgt der Funktion:
   
 
  mit:
= Leuchtdichte im Zenit
= Höhenwinkel
     
Für = 0 , also am Horizont, wird  
   
 
Zoom
Licht von oben ist also heller, und das über das ganze Jahr!
Schon verhältnismäßig kleine Dachoberlichtöffnungen geben einem Raum somit genauso viel Licht wie wesentlich größere Seitenfenster.

Die Berechnung der Horizontalbeleuchtungsstärke an einem üblichen Schreibtischarbeitsplatz zeigt:
Ein Arbeitsplatz, der vom Seitenfenster ebenso weit entfernt ist wie vom Oberlicht darüber, muss ein 5 ½ -mal so großes Seitenfenster im Vergleich zum Oberlicht haben.

Das Oberlicht ist sogar dann noch im Vorteil, wenn der Himmel bedeckt ist:
Es bekommt 100 % Himmelslicht, wo Fenster in der Fassade nur 33 % erhalten.

   
  Fensterlicht fällt stark ab!

Berechnet man die Horizontalbeleuchtungsstärken eines Fensters in Abhängigkeit von der Raumtiefe, stellt man fest, dass die Beleuchtungsstärke rapide mit der Tiefe abnimmt. Bei üblichen Raumhöhen von etwa 2,50 m ist ab etwa einem Abstand von 2,50 m vom Fenster ein Arbeiten, nur durch Anordnung eines Oberlichts in der Decke, oder mit Kunstlicht möglich.
   
 

Verbauungen mindern den Lichteinfall

Als Verbauungen werden Hindernisse vor Fensteröffnungen bezeichnet. Dies können sein:

  • Berge, Hügel
  • Bäume, Sträucher, Pflanzen
  • Bauwerke

Verbauungen mindern den Lichteinfall, da sie den Bereich der möglichen Lichtquelle "Himmel" verkleinern und meist aufgrund eines geringeren eigenen Reflexionsgrades selbst wenig zur Beleuchtungsstärke durch Reflexion beitragen.

Solche Verbauungen können bereits vorhanden sein, sich durch Wachstum von selbst entwickeln oder erst später errichtet werden. Solche vorhandenen oder zulässig mögliche Verbauungen müssen bei der Planung bei Fenstern berücksichtigt werden, führen sie doch teilweise zu einer erheblichen Beeinträchtigung des möglichen Tageslichteintrages.

Bei Dachoberlichtöffnungen brauchen Verbauungen nur dann berücksichtigt werden, wenn die umliegenden Gebäude deutlich höher sind, was vielleicht in stark bebauten innerstädtischen Gebieten vorkommt. In der Regel steht aber für Oberlichter der ganze Himmel als Lichtquelle zur Verfügung.


Licht, Luft, Rauchabzug

Die hochgelegenen Dachoberlichtöffnungen stehen aber nicht nur für die Versorgung mit gesundem, natürlichen Tageslicht zur Verfügung. Mit Öffneraggregaten versehen sorgen sie als Lüftungsgeräte für frische Luft in Büros und Werkhallen und führen verbrauchte Luft energiekostenfrei ab. Im Brandfall schaffen Dachoberlichter in Form von RWA-Geräten für eine raucharme Schicht, die die Selbstrettung, die Fremdrettung und den gezielten Löschangriff der Feuerwehr ermöglichten.

Mehrfachnutzen von Lichtkuppeln und Lichtbändern

 

Tageslicht kurz gefasst

Diese Broschüre des FVLR gibt Architekten, Planern und Errichtern Informationen an die Hand, ob und wie die Vorteile des Tageslichtes wahrgenommen und in der Beleuchtung von Innenräumen umgesetzt werden. Sie enthält die wichtigsten Fakten zu den Qualitätsmerkmalen einer Tageslichtbeleuchtung. Kurz und knapp wird beschrieben, wie Arbeitsplätze wirkungsvoll mit Tageslicht durch Fenster und Dachoberlichter versorgt werden können und welche Materialien und Produkte es ermöglichen, Tageslicht je nach Nutzungsanforderung in verschiedensten Gebäudetypen gezielt einzusetzen. Zum Download der Broschüre hier klicken.