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vfdb Ref. 14
Feuer und Rauch
   
 

Damit die RDA im Brandfall die Rauchfreihaltung des Sicherheitstreppenraumes sicherstellen kann, muss die Anlage sofort beim Auftreten eines Brandereignisses automatisch eingeschaltet werden. Es ist deshalb eine flächendeckende Brandmeldeanlage zumindestens in den Räumen vor dem zu schützenden Bereich erforderlich.

Damit die notwendige Durchströmung aus dem zu schützenden Bereich durch eine Türe sofort nach deren Öffnung einsetzt und auch, damit die Türöffnungskräfte nicht über 100 N steigen, ist es erforderlich, bei geschlossenen Türen einen Teil des Überdrucks ins Freie abzuführen. Hierfür können z. B. spezielle selbstregulierende (z. B. über Sensoren, Federkraft) Entlastungsflächen, Fenster mit geeigneten Sensoren und Antrieben oder feuerwiderstandsfähige Schächte mit geschossweise angeordneten und steuerbaren Entrauchungsklappen verwendet werden.

Abhängig von der Türfläche und von den eingebauten Türschließern lässt sich die maximale zulässige Druckdifferenz mit nachstehender Gleichung berechnen:




Die erforderliche Durchstömungsgeschwindigkeit in der zu schützenden Türöffnung ist abhängig von der zeitlich vorhandenen Rauchgastemperatur.

Die an der Tür zum geschützten Bereich zu erwartende Rauchgastemperatur wird zum einen durch die Lage des Treppenraumes innerhalb des Gebäudes beeinflusst. Je weiter der Treppenraum von einem möglichen Brandraum entfernt ist, desto mehr kühlen die Rauchgase auf dem Weg zum Treppenraum ab. Zum anderen ist die Rauchgastemperatur von der Zeit abhängig, die seit der Brandentstehung vergangen ist. Zum Zeitpunkt des Feuerwehrangriffs ist infolge des weiterentwickelteren Brandes eine höhere Rauchtemperatur zu erwarten.

Zurzeit ist noch DIN EN 12101-6 aus dem September 2005 gültig. Da diese Norm aber einige gravierende Fehler enthält, läuft schon seit einiger Zeit eine umfangreiche Überarbeitung , die aber noch nicht abgeschlossen ist.

Der FVLR empfiehlt in der Überarbeitungszeit zur Projektierung von RDA die VDMA-Richtlinie 24188 aus dem Jahr 2011 zu berücksichtigen.

Es ist geplant, dass die RDA zukünftig in zwei europäischen Normen behandelt wird:

EN 10101-6 Anforderungen, Prüfungen und Zertifizierung von Bausätzen für RDA

EN 12101-13 Projektierung, Einbau, Abnahmen und Instandhaltung von RDA

Folgende Richtwerte werden nach dem Manuskript des neuen Entwurfes der neuen DIN EN 12101-13 empfohlen 1):

Wenn zwischen dem Treppenraum und der Nutzungseinheit sowohl eine Schleuse als auch ein notwendiger Flur angeordnet sind

Schutzziel: Eigenrettung
1 m/s
Wenn die Nutzungseinheit direkt hinter der Schleuse angeordnet ist, oder direkt am Sichertreppenraum liegt

Schutzziel: Eigenrettung und Feuerwehrangriff
2 m/s

1): In der EN 12101-13 wird bei der Geschwindigkeitsfestlegung nur zwischen dem Schutzziel Unterstützung Brandbekämpfung (2,0 m/s) und Rettungsmaßnahmen (1,0 m/s) unterschieden.

Damit die geöffnete Tür überhaupt dauerhaft und ausreichend gegen die Rauchrichtung durchströmt werden kann, muss sofort beim Einschalten der RDA im betroffenen Brandgeschoss (Detektion über die BMA) eine ausreichende Abströmfläche freigegeben werden. Dies kann über Fenster oder Schächte erfolgen.

Die Ansaugstelle für die Außenluft des Ventilators sollte in Bodennähe unterhalb von möglichen Gebäudeöffnungen platziert werden. Die Zuluftversorgung darf nicht über das Dach oder aus Räumen mit Brandlasten (z. B. überdachte Innenhöfe, Tiefgaragen) erfolgen. Sie muss gekennzeichnet werden, und es muss im Betrieb verhindert werden, dass sie ver- oder zugestellt wird (z. B. durch Fahrzeuge oder Müllcontainer).

Die Haustüren von Treppenräumen mit RDA sollten im Brandfall nicht offengehalten werden (z. B. durch Keile), sondern geschlossen bleiben.

Die Projektierung einer RDA erfordert umfangreiches Fachwissen und Erfahrung und sollte deshalb bewährten Fachfirmen überlassen bleiben.

Hier kommen Sie zu den FVLR-Mitgliedsfirmen.