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Eurolux
vfdb Ref. 14
Feuer und Rauch
   
 

Damit im Brandfall die heißen Brand- und Rauchgase durch RWA-Öffnungen im Dach wirksam nach außen abgeleitet werden können, ist es u. a. auch wichtig, dass diese heißen Gase im Dachdurchdringungsbereich zumindest in der Flucht- und Angriffsphase keine weiteren Folgebrände erzeugen. In den Teilen 3 und 4 der DIN 18234 "Baulicher Brandschutz großflächiger Dächer - Brandbeanspruchung von unten " sind zahlreiche Ausführungen von Dachdurchdringungen aufgeführt, die diese Anforderungen erfüllen.

Hier stellen wir einige beispielhafte Lösungen für kleine, mittlere (Lichtkuppeln) und große Dachdurchdringungen (Dachlichtbänder) vor:

   
  Kleine Durchdringungen

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Beispiel einer kleinen Durchdringung mit Darstellung der Anordnung von Formstücken
   
   
  Mittlere Durchdringungen

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Beispiel für eine mittlere Durchdringung mit einteiligem Stahlprofil zur Einfassung der Wärmedämmung

Beispiel für eine mittlere Durchdringung mit umlaufender Oberflächenschutzschicht

Beispiele einer Ausbildung der Durchdringung im belüfteten Dach
 

 
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Besondere Maßnahmen bei hochgeführter Dachbahn im Vergleich zur Variante Anschluss der Dachbahn am Fußpunkt. Variante links oben mit Abdeckprofil, Variante rechts oben mit schwerem Oberflächenschutz

Ausreichend dimensionierter Einfassrahmen

Ohne Einfassrahmen mit schwerem Oberflächenschutz
   
   
  Große Durchdringungen

 
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Besondere Maßnahmen bei großen Durchdringungen unter Verwendung von Stahlprofilkantteilen
 
   
 

Als eine wesentliche Erkenntnis der Brandforschung zur Verbesserung des Brandschutzes kompletter Dächer ist festzuhalten, dass die vom Dachdecker traditionell gerne um die Dachdurchdringung herum in Stärke der Wärmedämmung verwendete Holzbohle brandschutz-technisch besonders kritisch zu bewerten ist.

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Im Stahltrapezprofildach sollte deshalb auf diese Holzbohle verzichtet werden. Aufsetzkränze z. B. aus Polyester mit einem angeformten wärmegedämmten Flansch bieten hier eine auch wirtschaftlich interessante Alternative. Der Aufsetzkranz wird dabei direkt auf das Flächentragwerk aufgesetzt und der angeschnittene Profilhohlraum mit Profilfüllern geschlossen.

Bedingt durch immer weiter zunehmende Dämmstärken bieten sich auch Aufsetzkränze aus Stahlblech an, die objektspezifisch in der je nach Höhe des Dachaufbaues notwendigen Aufsetzkranz-
höhe gefertigt werden können. Auch bei dieser Lösung ist keine zusätzliche Holzbohle notwendig, und diese Aufsetzkranz-Varianten stehen auch mit bereits eingestellter Wärmedämmung zur Verfügung. Neben den üblichen Materialien für die Wärmedämmung stehen auch Lösungen mit außenseitig bitumenkaschierter Steinwolldämmung zur Verfügung.

Weitere Varianten werden von unseren Mitgliedern angeboten.


Um ein Übergreifen des Feuers durch die Dachdurchdringung auf die Dachoberfläche zu vermeiden, sollten Dachbahnen möglichst nicht bis zur Oberkante der Aufsetzkränze hochgeführt, oder zumindest von dort mit einem Profil überdeckt werden. Die Ränder thermoplastisch wirkender Lichtkuppelhauben (z. B. aus Acrylglas) sollen in einem umlaufenden Profilrahmen eingefasst sein, um ein eventuell brennendes Abtropfen auf die Dachfläche zu vermeiden.

Thermoplastisch abschmelzende Lichtkuppelhauben wirken positiv, da auch nicht öffenbare Lichtkuppeln oder Lichtbänder nach entsprechender Temperatureinwirkung aufschmelzen und so eine thermische Entlastung für das Tragwerk des Gebäudes bewirken (Wärmeabzug).

Weitere Informationen zu Dachdurchdringungen finden Sie unter RWA oder im FVLR-Heft 4.