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vfdb Ref. 14
Feuer und Rauch
   
 

Es gelten folgende Grundsätze:

  • Öffnungen für Lichtkuppeln in Dachflächen sind statisch auszuwechseln.
  • Dachdurchdringungsbereiche von RWA-Geräten sind unter Beachtung von DIN 18234 auszuführen.
  • Sämtliche Dacheinbauteile sind zuverlässig dicht einzubinden.
  • Alle Anschluss- und Verbindungsstellen sind materialhomogen herzustellen.
  • Anschluss- und Verbindungsstellen sollen nach Möglichkeit aus der Abdichtungsebene herausgehoben werden.

Diese Grundsätze gelten auch für das Eindichten von Lichtkuppeln.

Marktgängige Flachdachabdichtungen sind:

  • Bitumen-Dachbahnen
  • Kunststoff-Dachbahnen bzw.
  • Kautschuk-Dachbahnen


Anschluss von Aufsetzkränzen an Bitumenbahnen

Variante I:
Eindichtung im unteren Bereich des Aufsetzkranzes auf dem als Hochpunkt ausgebildetem Klebeflansch (mit und ohne Holzbohlenrahmen)

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Ia) Eindichtung im unteren Bereich des Aufsetzkranzes
(Aufsetzkranz mit Holzbohlenrahmen):

Arbeitsschritte:

  • Dachöffnung statisch auswechseln,
  • Holzbohlenrahmen in der Stärke der Wärmedämmung verlegen,
  • 2. Holzbohle (mind. 5 cm dick) aufbringen,
  • Übergang zur höherliegenden Bohle mit Dämmkeil ausbilden,
  • Klebeflansch (mind. 12 cm breit) mit Voranstrich versehen,
  • Abdichtung in 2 Lagen mit Rückversatz vollflächig aufkleben.
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Achtung!!
Um eine direkte Beflammung des Aufsetzkranzes (z. B. durch einen Gasbrenner) zu vermeiden, ist das sogenannte Umklappverfahren anzuwenden. Es ist ratsam, die Lichtkuppelhaube erst nach dem Eindichten zu montieren oder sie ansonsten gegen Beflammen zu schützen.
Die Konstruktion ist so aufzubauen, dass die Oberkante des Aufsetzkranzes gemäß DIN EN 1873 mindestens 15 cm über der fertigen Dachoberfläche liegt. Die Austrittsöffnung einer Lichtkuppeln, die als Rauch- und Wärmeabzugsgeräte nach DIN 18232 verwendet wird, muss sogar mindestens 25 cm über der fertigen Dachoberfläche liegen. Dementsprechend ist eine ausreichende Aufsetzkranzhöhe (z.B. 30 cm) vorzusehen!
Bei sehr großen Lichtkuppeleinheiten mit Seitenlängen der Aufsetzkränze über 2,50 m empfiehlt sich ein Hochführen der Dachbahn.


Ib) Eindichtung im unteren Bereich des Aufsetzkranzes
(Aufsetzkranz ohne Holzbohlenrahmen):

Da der Holzbohlenrahmen aus brandschutztechnischer Sicht (siehe DIN 18 234) besonders im Stahltrapezblechdach abzulehnen ist, sollten in diesen Fällen Lösungen verwendet werden, die ohne Holzbohlenrahmen auskommen wie z. B. Aufsetzkränze mit wärmegedämmtem Flansch.

Arbeitsschritte:

  • Dachöffnung statisch auswechseln,
  • wärmegedämmten Flansch mind. 5 cm dicker als die Wärmedämmung des Daches wählen,
  • Übergang zum höherliegenden Flansch mit Dämmkeil ausbilden,
  • Klebeflansch mit Voranstrich versehen,
  • Abdichtung in 2 Lagen mit Rückversatz vollflächig aufkleben.

Achtung!!
Um eine direkte Beflammung des Aufsetzkranzes (z. B. durch einen Gasbrenner) zu vermeiden, ist das sogenannte Umklappverfahren anzuwenden. Es ist ratsam, die Lichtkuppelhaube erst nach dem Eindichten zu montieren oder sie ansonsten gegen Beflammen zu schützen.
Die Konstruktion ist so aufzubauen, dass die Oberkante des Aufsetzkranzes gemäß DIN EN 1873 mindestens 15 cm über der fertigen Dachoberfläche liegt. Die Austrittsöffnung einer Lichtkuppeln, die als Rauch- und Wärmeabzugsgeräte nach DIN 18232 verwendet wird, muss sogar mindestens 25 cm über der fertigen Dachoberfläche liegen. Dementsprechend ist eine ausreichende Aufsetzkranzhöhe (z.B. 30 cm) vorzusehen!
Bei sehr großen Lichtkuppeleinheiten mit Seitenlängen der Aufsetzkränze über 2,50 m empfiehlt sich ein Hochführen der Dachbahn.


Variante II:
Eindichtung im oberen Bereich des Aufsetzkranzes (Hochführen der Dachabdichtung)

Wenn die Dachbahn am Aufsetzkranz hochgeführt wird, ist es unbedingt notwendig, sie gegen ein Abrutschen oder Ablösen durch zusätzliche mechanische Befestigungen zu sichern. Zudem ist ein Schutz vor Wasserhinterwanderung unerlässlich. Die Detailausbildung der Abdichtung in der geneigten Fläche und im geneigten Eckbereich erfordert besondere Sorgfalt und erhöhte Aufmerksamkeit. Zudem ist der hochgeführte Dachbahnanschluss aus brandschutztechnischer Sicht (siehe DIN 18 234-4) besonders zu beachten.

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Ausreichende Überdeckung hochgeführter Dachbahnen

Aufsetzkränze aus Stahlblech oder Aluminium sind grundsätzlich mit hochgeführter Dachbahn einzudichten.




Anschluss von Aufsetzkränzen an hochpolymere Dachbahnen


Hochpolymere Dachabdichtungen erfordern aufgrund ihrer werkstoffbedingten Eigenarten andere Anschlusstechnologien. Da die Kunststoffbahnen mit der Zeit irreversibel, d. h. unumkehrbar schrumpfen, üben sie eine Zugbelastung auf die Anschlusskonstruktion aus.

Irreversibles Schrumpfen hochpolymerer Dachbahnen
ohne Gewebeeinlage 1 – 3 % (je nach Werkstoff)
mit Gewebeeinlage 0,1 – 1 % (je nach Werkstoff)

Hinzu kommt eine Beanspruchung des Anschlusses durch die Temperatur (Ausdehnung bei Erwärmung, Schrumpfen bei Abkühlung).

Thermische Dehnung hochpolymerer Werkstoffe für Dachbahnen
PVC 30 bis 120 mm
PIB 30 bis 35 mm
ECB 60 bis 80 mm
EPDM 48 bis 52 mm

Der Anschluss einer hochpolymeren Dachbahn am Aufsetzkranz muss daher nicht nur zuverlässig dicht sein, sondern auch Zugkräfte aufnehmen. Sofern eine homogene Verbindung gleicher Materialien nicht möglich ist, muss der Anschluss am Aufsetzkranz hochgeführt und geklebt werden.

Hochpolymere Dachbahnen aus PVC, PEC oder VAE

Aufsetzkränze aus Hart-PVC

Dachbahnen aus PVC-, PEC- oder VAE-Material können direkt unten auf dem Klebeflansch aufgeschweißt werden, wenn die Freigabe des Dachbahnherstellers vorliegt.


Aufsetzkränze aus GfK (GF-UP)

Bei GfK- (GF-UP-) Aufsetzkränzen besteht die Möglichkeit, im Flanschbereich Hart-PVC-Profile zu integrieren, auf die dann die hochpolymeren Dachbahnen (PVC/PEC/VAE) geschweißt werden können. Diese Aufsetzkränze werden i. d. R. auftragsbezogen gefertigt.


Aufsetzkränze ohne kunststoffschweißbare Anschlussflächen

Stehen keine schweißbaren Anschlussflächen zur Verfügung, wird der Aufsetzkranz vollständig mit Folienverbundblechen eingefasst. Der obere Rand und die Blechüberlappung sind besonders zu sichern. Der Anschluss der Dachbahn erfolgt durch Verschweißen mit dem Verbundblech.
Zu beachten sind:

  • eine fachgerechte Ausführung der Ecken und
  • des oberen Randes (Schutz vor Hinterwanderung).

Andere hochpolymere Dachbahnen

Besonders PIB-, ECB- oder EPDM-Dachabdichtungen können nicht mit Hart-PVC verschweißt werden. Stehen keine Folienanschlussbleche zur Verfügung, sind diese Dachbahnen nach den gültigen Regeln der Flachdachtechnik am Aufsetzkranz hochzuführen. Damit die Dachbahn nicht abrutscht oder abheben kann, ist diese mit einer am Aufsetzkranz zu verschraubenden Anpressschiene (Anschlussschiene) zu sichern, sofern nicht systembedingt eine integrierte Anschlusszone vorhanden ist.

Die Befestigungsmittel sind so zu wählen, dass ein Ausreißen verhindert wird. Die Fuge zwischen Anschlussschiene und Aufsetzkranz ist sorgfältig zu dichten.
Wirtschaftliche Alternativen bieten Aufsetzkränze, die bereits werkseitig für den Anschluss an hochpolymere Dachabdichtungen vorbereitet sind, z. B. durch Manschetten- oder Kragenlösungen aus dem gleichen Material wie die Dachabdichtung.